Wie Vornamen das Gegenüber beeinflussen
Freitag, 13. Juni 2008 um 17:40
Wer einen Vornamen hört zieht automatisch seine Schlüsse daraus. Oft kennen wir Menschen noch gar nicht und dennoch vermittelt uns der Klang und die kulturelle Auffassung (Herkunft, Verbindung mit anderen Menschen) eines Vornamens etwas, dass uns die Träger des Namens einordnen lässt. Zu diesem Schluss kommen auch Forscher des Instituts für Psychologie an der TU Chemnitz.Für eine Untersuchung, bezüglich dieses Hintergrunds, wurden insgesamt 149 Probanden unterschiedlichen Alters und Geschlechts jeweils ein 71-seitiger Fragebogen vorgelegt. Die Aufgabe bestand darin 60 typisch männliche und weibliche Vornamen und deren Träger in Bezug auf verschiedene Charakteristika wie Alter, Attraktivität, Intelligenz oder Religiösität einzuordnen. Die Namen waren zusätzlich in Ordnungskriterien wie altmodisch, zeitlos und modern gereiht.
In der Auswertung zeigte sich, dass die Wahrnehmung einer Person über Rufnamen deutlich bestimmten Kategorien zugeordnet wurden. Menschen die einen modernen Rufnamen trugen wurden jünger eingeschätzt als jene deren Namen der Kategorie altmodisch angehörte. So vermutete man bei Julia und Kevin jüngere Namensträger im Gegensatz zu Elfriede oder Werner. Religiöse Namen wie David und Sarah veranlassten die Studienteilnehmer jene Personen mit religiösen Eigenschaften auszustatten.
Auch wurden Schlussfolgerungen in Bezug auf Attraktivität und Intelligenz in Zusammenhang mit Namen gebracht. Personen mit modernen Namen wurden hier deutlich positiver wahrgenommen. Interessanterweise zeigten zeitlose Namen wie Anna, Claudia, Michael oder Alexander ein diffuseres Bild in der Auswertung. Dieser Umstand lässt darauf schließen, dass diese Namen nicht so leicht eingeordnet werden können und die Studienteilnehmer sich hier auf ihre Erfahrungen in Familie und Bekanntschaft verlassen haben.
Tendenziell zeigen Statistiken, dass moderne Kindernamen wie Leon/ Leonie, Laura und Kevin sehr gefragt sind, ob diese in 40 Jahren allerdings noch immer diesen Eindruck hinterlassen oder mehrheitlich veraltet Wirken ist fraglich.
Kommentare
(3)
Kommentar von Dr. Tobe, 17. August 2008
Sorry Tobe aber da hab ich eher das Gefühl dass du mit wissenschaftlichen Studien allgemein nicht soviel anfangen kannst. Kann mich aber auch täuschen ;) Fakt ist, das ein 18-jähriges Mädel mit dem Namen Elfriede schon Pech gehabt hat, da kannst du sie selber fragen (such dir irgenteine aus). Grade, wenn man sich selber "flotte" Spitznamen gibt (du zB Tobe anstatt Tobias bzw ich Fabe anstatt Fabian) kann man doch nicht ehrlich die Wirkung von Vornamen leugnen. Obwohl es schon sein kann, dass das bei dir nur unbewusst geschieht. Dann kann ich dir natürlich keinen Vorwurf aus deinem unqualifizierten Beitrag machen ;)
peace
Fabian
peace
Fabian
Kommentar von Dr. Fabe, 22. Juni 2009
Hi,
da ist schon was dran. Es gibt so einige Namen, wenn ich die höre oder lese, frage ich mich sofort, wie man sein Kind nur mit so einem Namen bestrafen kann. Ich weis nicht warum das so ist, aber aus meiner subjektiven Perspektive liegt es wahrscheinlich daran, das ich diese Namen absolut doof finde.
bye
H
da ist schon was dran. Es gibt so einige Namen, wenn ich die höre oder lese, frage ich mich sofort, wie man sein Kind nur mit so einem Namen bestrafen kann. Ich weis nicht warum das so ist, aber aus meiner subjektiven Perspektive liegt es wahrscheinlich daran, das ich diese Namen absolut doof finde.
bye
H
Kommentar von HGP, 17. Juli 2009
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